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Martin Buber

von Thomas Reichert:

Man kann das Werk Martin Bubers (geb. 1878 in Wien, gest. 1965 in Jerusalem) grob in die Komplexe "Judentum" und "dialogisches Denken" unterteilen. Zum ersten Bereich gehören die Übersetzung der hebräischen Bibel ins Deutsche, gemeinsam mit Franz Rosenzweig, Essays und Bücher zur Bibel, zum Judentum, zur ostjüdischen mystisch-religiösen Bewegung des Chassidismus. Den zweiten Komplex stellen seine Schriften zur dialogischen Philosophie, zur Erziehung und zur Psychotherapie dar. Um diesen zweiten Bereich geht es hier vor allem.

Diese Unterscheidung hat ihre Berechtigung, um eine Sichtung von Bubers Werk, hier von der Seite der Philosophie her, zu erleichtern. Letztlich gibt es aber keine eindeutige Trennung. Wer sich zunächst nicht mit Bubers Sicht des Judentums, aber intensiv mit seiner Philosophie beschäftigt hat, der wird letztere in ihren Hintergründen noch besser verstehen, wenn er Schriften Bubers zum Judentum liest; auf der anderen Seite ist auch behauptet worden, die Bibelübersetzung sei von der Philosophie her beeinflusst. Für Buber selbst war der "Primat des Dialogischen" (Antwort, S. 638) in der jüdischen Tradition, der er zugehörte, am stärksten bezeugt.

Ebenso wie bei anderen Vertretern eines dialogischen Denkens – wie Franz Rosenzweig (1886–1929), Ferdinand Ebner (1882–1931), Gabriel Marcel (1889–1973) – oder bei Philosophen wie Emmanuel Lévinas (1906–1995) oder Werner Marx (1910–1994) geht es bei Buber um die Frage nach dem Zugang zum anderen und um das rechte Verhalten in dieser Welt, um Ethik:
Beschrieben wird eine grundlegende Möglichkeit, wie ein Mensch sein kann. Verwirklicht er diese Möglichkeit, dann ist damit eine Haltung der Zuwendung zur Welt und zum anderen verbunden, in der das Ich zugleich unmittelbaren Zugang zum anderen (zum Du) hat und selbst ganz gegenwärtig ist. Durch die Gegenwart des anderen wird das Ich angeredet, auch ohne Worte.
Bubers Anthropologie überwindet – sofern man ihm folgt – einmal eine solipsistische Position, und sie wendet sich gegen einen Idealismus, für den das andere nur im Bewusstsein gegeben ist.

Kennzeichnend für Bubers Denken und vielleicht die Grundschwierigkeit der Buber-Lektüre ist eine eigentümliche Verbindung von dem, was er 'Erfahrung' nennt, mit philosophischer Methode. Das, was er in seiner Philosophie begrifflich entfaltet, geht diesen Begriffen voraus: Basis der Sicht sind 'Seins-erfahrungen', ist eine 'Glaubenserfahrung', die "den Menschen in all seinem Bestand, sein Denkvermögen durchaus eingeschlossen, hinnimmt" (Antwort, S. 589 f.). In der Philosophie ist diese Erfahrung dann von der Ratio bearbeitet und wird als "in sich schlüssiger Denkzusammenhang" (Antwort, S. 590) vermittelt. Emmanuel Lévinas schrieb, die 'Bewegung', die das Du erreicht (die dialogische Zuwendung), ähnele nicht der Thematisierung. "Das so angerufene Sein ist unsagbar, weil ich zu ihm spreche, bevor ich von ihm spreche" ("Martin Buber und die Erkenntnistheorie", S. 123; in: Schilpp/Friedman). Das Wort 'Sprache' steht bei Buber für den Grundbezug zur Welt (und zu Gott), transzendiert also die Sprache als Begriffszusammenhang.

Ein Philosoph, der dem Leser 'nichtbegriffliche Erfahrung' begrifflich vermittelt, wird sich nicht vor allem an das begrifflich-rationale Erkenntnisvermögen des Lesers wenden (das auch erforderlich ist), sondern an dessen 'Erfahrung'. So schreibt Buber: "Ich zeuge für Erfahrung und appelliere an Erfahrung. […] Ich sage zu dem, der mich hört: ‘Es ist deine Erfahrung. Besinne dich auf sie, und worauf du dich nicht besinnen kannst, wage, es als Erfahrung zu erlangen.’" (Antwort, S. 593) – "Letzten Endes appelliere ich […] an das wirkliche und mögliche Leben meines Lesers. Die Intention meiner Schriften ist wirklich eine ganz intim dialogische." (Brief an Malcolm L. Diamond vom 19. 9. 1957; Briefwechsel Bd. III, S. 438)

Für die Buber-Lektüre bedeutet dies: Man muss immer diese Intention im Blick haben. Wenn man sich auf die Begriffe und eine Analyse ihrer Bedeutung konzentriert und so die Bedeutung der Texte zu fassen versucht — ein bei philosophischen Texten normalerweise sinnvolles Verfahren —, wird man Buber nicht verstehen bzw. missverstehen. Jochanan Bloch (Die Aporie des Du) kennzeichnet Bubers Sprechen als Sprechen in 'Abstoßworten' (S. 223), das in seinen Begriffen das Gemeinte nicht wirklich begreifen könne; diese Worte zeigten lediglich in eine Richtung, man müsse sich von ihnen "jeweils in die wortlos zu vergegenwärtigende Gegenwart abstoßen" (ebd.). Wer mit der Buber-Lektüre beginnt, etwa mit seinem grundlegenden Buch "Ich und Du", sollte nicht versuchen, jeden Satz zu verstehen (eine begriffliche Bedeutung festzulegen) und sich daraus im Verlauf des Lesens Stück um Stück die Bedeutung des Ganzen zusammensetzen. Es ist vielmehr wichtig, Sätze 'unverstanden' stehenlassen zu können und weiterzu-lesen; der 'Sinn' des Ganzen ist eigentlich in jeder Aussage enthalten, aber das einzelne ist nur von diesem Sinn her verständlich. Man kann dieser Paradoxie bei Buber nicht entgehen.

Bubers Buch "Das dialogische Prinzip" enthält die Grundgedanken seiner philosophischen Anthropologie in einigen seiner wichtigsten philosophischen Schriften: "Ich und Du" von 1923, "Zwiesprache" von 1930, "Die Frage an den Einzelnen" von 1936, "Elemente des Zwischenmenschlichen" von 1953 und ein "Nachwort Zur Geschichte des dialogischen Prinzips" von 1954. Bubers grundlegender Text zum dialogischen Denken ist "Ich und Du"; zugleich ist hier die 'begriffliche Unschärfe' (oder die Eigentümlichkeit, dass die Bedeutung von Worten und Sätzen aus dem Ganzen deutlich wird) am stärksten. (Das Wort 'Er-fahrung', das bei Buber später für die dialogische Haltung stand, ist hier noch mit der Haltung des Einordnens und Subsumierens unter Vorerwartungen, Muster und Begriffe verbunden.) Zur ergänzenden Lektüre empfiehlt es sich, eine Mitschrift der Vorlesungen Religion als Gegenwart heranzuziehen, die Buber 1922 im Frankfurter Freien Jüdischen Lehrhaus hielt; Textpassagen stimmen mit Ich und Du überein, der Text ist aber weniger in sich geschlossen, somit leichter zu lesen; Fragen der Teilnehmer und Bubers Antworten werden ebenfalls wiedergegeben.

Sprachlich einfacher als "Ich und Du" und deshalb für den Einstieg zu empfehlen ist "Zwiesprache". Was 'Sprache' für Buber bedeutet (auch als schweigende Zuwendung), eine Unterscheidung der dialogischen Haltung von anderen Weisen der Zuwendung zur Welt und zum anderen, die Be-deutung von Religion für Buber, von Verantwortung – dies alles wird hier dargelegt.

Als wichtigste weitere Schriften zu Bubers dialogischem Denken sind zu nennen: die "Bilder von Gut und Böse", die das Problem von Gut und Böse in Anschluss an biblische und altpersische Mythen darstellen;
Bubers beide sprachphilosophische Aufsätze "Das Wort, das gesprochen wird" von 1960
"Dem Gemeinschaftlichen folgen" von 1956 in dem Band "Logos";
die kleine Schrift "Urdistanz und Beziehng, ein Beitrag Bubers zur philosophischen Anthropologie";
Aufsätze zur Beziehung von Religion und Philosophie, die unter dem Titel "Gottesfinsternis" erschienen sind.
Die Gedanken in "Ich und Du" und "Zwiesprache" sind die Grundlage all dieser Schriften.
In den Bereich der Psychotherapie gehören unter dem Titel
"Das Unbewußte — zusammengestellte Aufzeichnungen von Gesprächen mit Buber" (S. 144–179 in dem Essayband Nachlese); hier werden Grundbegriffe wie 'Bestätigung/Begegnung', 'existentielles Vertrauen', 'Ganzheit / Einheit' geklärt, so dass die Lektüre auch zum Verständnis von Bubers Anthropologie hilfreich ist.
Sein wichtigster Beitrag im psychotherapeutischen Bereich ist die Schrift "Schuld und Schuldgefühle." Die drei Reden über Erziehung sind Bubers Hauptbeitrag zur Pädagogik. Die zuletzt genannten Titel führen den vor allem an der Philosophie Interessierten nicht auf Abwege, ihre Lektüre dient vielmehr einer Vertiefung des Verständnisses der Philosophie und nicht zuletzt des 'Anderen'.

Bubers Hauptbeiträge zur Sozialphilosophie enthält der Band "Pfade in Utopia. Über Gemeinschaft und deren Verwirklichung": seine Darstellung utopischer Gesellschaftsentwürfe (u.a. Proudhon, Kropotkin, Landauer) sowie Texte zu seiner Vorstellung von Gemeinschaft ("religiöser Sozialismus").

In zwei Büchern nimmt Buber selbst zur Auseinandersetzung mit seinem Werk Stellung: Der Band Martin Buber von Schilpp und Friedman mit Aufsätzen zu den verschiedenen Bereichen seines Werks enthält außer Bubers Autobiographischen Fragmenten (unter dem Titel "Begegnung") auch eine Antwort Bubers auf seine Kritiker (S. 589 - 639); der englischsprachige Band "Philosophical Interrogations" enthält Fragen u.a. von Rollo May, Emmanuel Lévinas, Maurice Friedman, Hugo Bergman an Buber und dessen Antworten, u.a. zu den Themenbereichen "Philosophie des Dialogs", "Erkenntnistheorie","Sozialphilosophie", "Religionsphilosophie".

Zwei Anthologien können bei der Einführung in Bubers Werk helfen:
"Auf die Stimme hören". Ein Lesebuch versammelt Texte aus den verschiedenen Werkkomplexen in je eigenen Kapiteln (u.a. zum Menschsein, zur Bibel, zur Politik, zum therapeutischen Denken). In "Buber für Atheisten" werden unterschiedliche Themenbereiche wie Ethik, Sprachdenken, Fragen menschlicher Existenz, Bubers Relig-ionsverständnis besprochen, indem Auszüge aus verschiedenen Werkbereichen (Philosophie, Pädagogik, Psychotherapie, Judentum / Chassidismus) miteinander kombiniert werden, um so auch den inneren Zusammenhang der unterschiedlichen Bereiche von Bubers Werk zu zeigen. (Die zusammengestellten Texte sind abschnittsweise kurz kommentiert.) – Auf Bubers Bücher zum Judentum soll hier nicht näher eingegangen werden; beide Anthologien ermöglichen eine erste Orientierung. Letztlich muss man die Zusammengehörigkeit von Glauben und Ethik im Judentum – man kann dies auf die Formel bringen: "Gotteserkenntnis (nur) als ethische Verwirklichung des Rechten"; "Übe, was Gott dir gebietet, dann weißt du, wer er ist", schrieb Leo Baeck – verstehen, um die Bedeutung von "Dialog" bei Buber ganz zu ermessen. Gerade Bubers Sprachdenken stützt sich auf seine Sicht des Judentums. (Vgl. hierzu v.a. die Aufsätze "Das Judentum und die neue Weltfrage" von 1930 und "Der Dialog zwischen Himmel und Erde" von 1951, S. 229–233 und 169–179 in "Der Jude und sein Judentum".)

Es liegt gleichsam in der Natur von Bubers Denken, das sich nicht als 'Lehre', nicht als Theorie verstand, sondern als Zur-Sprache-Bringen geschehender Wirklichkeit, dass sich keine 'Schulen', keine an ihn anschließenden Richtungen mit 'Nachfolgern', die in seiner Tradition stehen, gebildet haben. Es gibt eine Fülle von Einzeluntersuchungen zu den verschiedenen Bereichen seines Denkens, aber keine Werke, die sein Denken, auf ihm aufbauend, weiterentwickeln würden. In christlicher Rezeption gilt Buber als wichtiger Vertreter des jüdisch-christlichen Dialogs; in der Diskussion der neueren Philosophie spielt er keine Rolle (wohl für eine Anzahl einzelner Philosophen). Neuere Lernansätze, gerade im Bereich "Lernen in Organisationen", haben die Bedeutung des Dialogs entdeckt und berufen sich etwa auf David Bohm, teils auch auf Buber; wenn 'Dialog' aber auf Harmonie oder darauf, wie wichtig es ist, miteinander zu reden, verkürzt wird, dann hat dies nichts mehr mit dem zu tun, was der Begriff für Buber bedeutete.

Bubers Anthropologie ist direkt auf Praxis angelegt; daher ist es kein Wunder, dass sein Denken da besondere Bedeutung erlangt hat, wo praktisch an den Lebensmöglichkeiten und -fähigkeiten von Menschen gearbeitet wird: in der Psychotherapie. Ein 'Klassiker' ist hier das (leider vergriffene) "Buch Heilung" aus der Begegnung von Hans Trüb; es ist insofern beispielhaft für die Buber-Rezeption, als Trüb von einem eigenständigen Ansatz ausgeht und zugleich in seiner anthropologischen Psychotherapie Buber sehr nah ist. Einen Überblick über Autoren, die Begegnung, das Dialogische, als wichtiges Element von Heilung begreifen, gibt Maurice Friedman in "Der heilende Dialog in der Psychotherapie" (an vielen Stellen beruft sich Friedman auf Buber). Eine "dialogische Psychotherapie" beschreibt Richard Hycner in seinem Buch "Zwischen Menschen".

Bubers Schriften wollen das sein, wovon sie handeln: Appell an die (nicht primär rationale) Erfahrung des Lesers. Sekundärliteratur als Hilfsmittel zum Verstehen kann diesen Charakter von Bubers Büchern nie ganz einholen; da das Mitgeteilte nicht begrifflich festzumachen ist, ist für Sekundärliteratur hier die Gefahr besonders groß, fehlzuinterpretieren. Aus alldem folgt: Was bei allen Philosophen gilt, gilt bei Buber in besonderem Maße: sich nicht primär über Sekundärliteratur informieren, sondern den Autor selber lesen!

Lexika oder Kommentare zu Bubers Werk gibt es nicht. Ein sinnvoller Einstieg in Bubers Leben und Werk ist Gerhard Wehrs Buber-Band in der Reihe der rororo-bildmonographien (umfassender sein Buch Martin Buber. Leben, Werk, Wirkung). Hans Kohns Martin Buber. Sein Werk und seine Zeit verstand sich zu Recht auch als Beitrag zur Geistesgeschichte Mitteleuropas, umfasst aber nur den Zeitraum bis 1930; in einem Nachwort behandelt Robert Weltsch die Zeit bis 1960. Eine grundlegende Darstellung von Bubers Philosophie (wo sinnvoll mit Hinblick auch auf andere Werkbereiche), welche philosophiegeschichtliche Bezüge einbezieht und auf in der Sekundärliteratur aufgezeigte Probleme hinweist, gibt Hans-Joachim Werner in seinem Buch Martin Buber (in den Campus Einführungen). Bubers Sicht des Judentums, seinen Zionismus, seine Stellung im israelisch-arabischen Konflikt beschreibt Siegbert Wolf in Martin Buber zur Einführung. Bubers dialogische Philosophie erhält hier wenig Raum, dafür wird seine Sozialphilosophie ausführlich geschildert.

Wichtig in der Sekundärliteratur sind vor allem zwei Sammelbände, beide leider vergriffen: der Band "Martin Buber", den Paul Arthur Schilpp und Maurice Friedman in der Reihe "The Library of Living Philosophers" herausgegeben haben, von 1963 und "Martin Buber. Bilanz seines Denkens" von Jochanan Bloch und Haim Gordon (Hrsg.) von 1983. In beiden Bänden werden die verschiedenen Bereiche von Bubers Werk beleuchtet, in Zustimmung und (auch sehr grundsätzlicher) Kritik. Insofern bieten sie einen guten Überblick über die Buber-Rezeption und zeigen beispielhaft die Probleme, die mit Bubers Denken aus philosophischer Sicht verbunden sind. In Schilpp/ Friedman schreiben u.a. Gabriel Marcel, Nathan Rotenstreich, Friedman, Emmanuel Lévinas, Emil L. Fackenheim, Max Brod, Hugo Bergmann, Jakob Taubes, Walter Kaufmann; der Band enthält auch eine Bibliographie von Bubers Schriften. In Bloch/Gordon sind Beiträge von u.a. Yehoschua Amir, W. Kaufmann, Lévinas, Robert Wood, Bernhard Casper wiedergegeben.

'Schwere Kost' ist Jochanan Blochs schon erwähntes Buch "Die Aporie des Du. Probleme der Dialogik Martin Bubers"; doch die Mühe lohnt sich. Bloch analysiert Bubers – vorbegriffliche – 'Erfahrung' und die Art, wie darin die Wirklichkeit dem Menschen gegeben ist; er fragt, inwiefern begriffliche Sprache die nichtbegriffliche Wirklichkeit thematisieren kann, und für ihn hat Buber schon zuviel gesagt. Er setzt sich kritisch mit einem anderen Standardwerk der Buber-Interpretation auseinander: mit "Der Andere. Studien zur Sozialontologie der Gegenwart" von Michael Theunissen (zu Buber v.a. der erste Abschnitt von Teil II, S. 243–346). Dieser sieht Bubers Philosophie als Destruktion des transzendentalphilosophischen Modells der Intentionalität. In meiner Sicht philosophiert er auf hohem Niveau an Buber vorbei; auf jeden Fall aber nimmt sein Buch in der Buber-Literatur einen wichtigen Platz ein.

Die meisten Bücher Martin Bubers sind in zuverlässigen Ausgaben beim Gütersloher Verlagshaus lieferbar, zum großen Teil mit editorischen Anmerkungen. 1999 erwarb das Gütersloher Verlagshaus die Buber-Rechte und übernahm auch eine große Zahl noch vom Verlag Lambert Schneider (Verlagsort Heidelberg, später Gerlingen) gedruckter Bücher. Die meisten der derzeit lieferbaren Buber-Ausgaben erschienen noch in Heidelberg oder Gerlingen. – Mit Ausnahme von "Ich und Du" in der Universal-Bibliothek bei Reclam gibt es keine Alternativ- oder Lizenzausgaben bei anderen Verlagen (auch nicht mehr bei der WBG, Darmstadt). Viele der hier genannten Texte (bis auf "Religion als Gegenwart" und "Das Unbewußte" alle zum Komplex "dialogisches Denken") sind auch – neben weiteren Texten – in den Schriften zur Philosophie, dem ersten Band der 3bändigen (seit langem vergriffenen) Werkausgabe (1962–64), abgedruckt. Das Gütersloher Verlagshaus plant eine auf 22 Bände angelegte neue Werkausgabe; der erste Band soll, so der Verlag, im Herbst 2001 erscheinen: Frühe kulturkritische und philosophische Schriften (1898–1922).

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